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!Wir haben`s gewagt!

 

Angefangen hat alles mit Jürgens 35. Geburtstag. Als Besonderes Geschenk, dachte ich  mir eine Ballonfahrt wäre schön. Allerdings nicht das er alleine fährt sondern ich wollte ja auch noch in den Genuss kommen. Also habe ich ihm einen Gutschein geschenkt.

Am 29.07.02 war es dann soweit, das Wetter war gut und wir hatten alle Zeit, es gingen noch eine Kollegin und deren Schwager sowie eine Frau aus Calw mit. 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bezüglich des Abfahrtsortes, der Sportplatzbesitzer von Owen hatte doch was dagegen, sind wir schließlich mit Verspätung an einem bekannten Abfahrtsplatz in Weilheim angekommen. Dann sollte alles recht schnell gehen, da die Zeit von unserer Fahrzeit wegging. Jetzt wurde der Ballon startklar gemacht.

Wir zogen alle den Korb aus dem Anhänger und legten ihn auf den Boden, dann mussten wir die Ballontasche raus schleppen und ca. 3m vom Korb weg vorsichtig ausbreiten. Dann wurde der Brenner auf den Korb gesetzt, die Gasflaschen im Korb festgemacht und schließlich mit dem Brenner angeschlossen werden. Die Ballonseile wurden mit dem Brennergerüst verknotet. Zum Schluss sind noch Schutzmanchetten um die Schläuche gekommen. Inzwischen ist das Auto mit dem Anhänger andersrum hergefahren, um als Sicherheit, das der Ballon nicht ohne uns fährt, an die Abschleppöse mit einem Seil am Korb festgemacht worden.

Dann wurde das Gebläse geholt, denn es musste ja erst mal Luft rein damit sich die Hülle füllt. Am Anfang ging das voll schnell, aber zum Schluss hin hat es doch noch lange gedauert. 2 mussten vorne die Ballonöffnung auf halten damit die Luft rein kann und nicht irgendwo daneben landet. Am Ende vom Ballon musste eine Schnur gehalten werden. Während der Ballon sich füllte war der Pilot rundherum im Einsatz um zu schauen das der Ballon sich richtig entfaltet und nicht irgendwo kaputt war. Dann als der Ballon schon ganz voll war, hat der Pilot den Brenner angezündet und die Luft im Ballon erwärmt. Während sich die Luft im Ballon erwärmte, hat er sich langsam aufgerichtet. Dann wurde noch schnell etwas Proviant eingepackt, Fotoausrüstung mitgenommen und zum Schluss sind wir nacheinander eingestiegen. Der Pilot erklärte uns noch was wir tun sollen und was nicht, und dann wurde der Ballon von der Abschleppöse des Autos getrennt.

Dann ging es ganz sanft dem Himmel entgegen. Die Menschen die uns beim Aufbauen zusahen und deren Autos wurden immer kleiner. Man hörte sie aber noch rufen, Viel Glück, Gute fahrt usw.

Der Wind trieb uns über den Weilheimer Reitplatz, Nabern, Dettingen, die Hahnweide in Kirchheim, Reudern, Nürtingen und schließlich Neckarhausen wo wir dann auch landeten. Bis auf den Brenner der die Luft immer erwärmte, war es da oben so schön still. Ab und zu hörte man von unten ein "Hallo" wenn sie den Ballon entdeckten. Der Pilot war ständig mit dem Verfolgerauto in Kontakt, damit sie am richtigen Landeplatz ankommen. Von oben hat man doch die bessere Aussicht welche Wege eine Sackgasse sind und welche nicht. Kurz vor der Landung wurden wir unterwiesen wie wir uns zu verhalten haben damit nichts passiert.

Leider war die Fahrt dann schon vorbei. Es ging dann recht schnell runter, dann gab es einen kurzen Ruck und wir sind auf einem Stoppelfeld gelandet, dann ging es kurz nochmal leicht nach oben und vorne und nach dem letzten Ruck standen wir. Der Brenner wurde ausgeschaltet und wir durften langsam den Korb hintereinander verlassen. Unsere Abholer standen auch schon da.

Da die Luft im Ballon jetzt immer kühler wurde ist er immer kleiner geworden, und legte sich langsam zur Seite auf den Boden. Der Ballon wurde vom Brenner abgenabelt und mit einer Vorrichtung mussten 3 Leute am Ballon entlanglaufen um die restliche Luft rauszustreifen und auf die richtige Breite bringen damit er wieder in die Tasche passte. Dann mussten alle bis auf 2 Leute die Tasche von der Ballonhülle immer stückweise unter die Hülle schieben, während die 2 die Hülle hochhielten. Am Schluss ist die Tasche immer schwerer geworden, da ja die ganze Hülle drin war. So jetzt wurden die Gasflaschen aufgeräumt, der Brenner im Korb untergebracht und zum Schluss alles wieder in den Anhänger hinein. Zuerst die Tasche mit der Ballonhülle, die Gasflaschen und zum Schluss der Korb alles bis zum Anschlag reingeschoben.

Das ganze war hiermit aber noch nicht beendet. In der Zwischenzeit wurden unsere Urkunden fertig gemacht und die Taufe vorbereitet. Erst durften wir 3 Frauen und zum Schluss die 2 Männer. Der Pilot hat jeden von uns in den Adelsstand der Ballöner aufgenommen und dann getauft.

Somit sind wir jetzt:

Gräfin Sabine über Wiesen und Wälder fahrende Stoppelfeldhüpferin von Nabern.

Graf Jürgen mutiger Großfürst und Erzherzoglicher Neckarspringer von Weilheim/Teck

Dann wurde der restliche Sekt verteilt und wir haben noch über die Ballonfahrt geredet. Dann ging es für jeden von uns nachhause.

Das war ein unbeschreibliches Erlebnis, das wir sicher mal wiederholen werden.

Glück ab - Gut Land

 

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